Mein Weg zum Mokan – Die Gründer erzählen – Teil 3

Marius Hartmann - Gründer

In unserer Serie „Mein Weg zum Mokan – Die Gründer erzählen“ geht es heute im dritten Teil weiter mit Marius Hartmann:

Mein Weg zum Mokan. Wo fange ich da an?

Seit ich denken kann habe ich eigentlich immer gern getüftelt. Aufgrund meiner Begeisterung für Technik und dem Wunsch „Irgendwas mit Energie und Umwelt“ zu machen habe ich dann auch Maschinenbau in Aachen studiert.

Im universitären Forschungsumfeld habe ich während meines Studiums als Hiwi und im Anschluss zwei Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Absorptionskältemaschinen gearbeitet. Sehr prägend war dabei ein Forschungsprojekt zu solarer Kälteerzeugung, das wir in Saudi-Arabien durchgeführt haben. Zu Beginn des Projektes war es für mich besonders reizvoll in Kontakt mit anderen Kulturen zu stehen, doch schon beim ersten Besuch in Saudi-Arabien war ich von dem Land mehr abgeschreckt als begeistert. Die Bürokratie in Saudi-Arabien hat das Projekt stark gelähmt und man hatte richtig Mitleid mit unseren saudischen Kollegen. Trotz vieler Komplikationen konnte unser Projekt erfolgreich abgeschlossen werden und die Kombination von Vakuumröhrenkollektoren und der Absorptionskältemaschine schaffte es bei einer Außentemperatur von +40 °C Eis zu erzeugen!

Vakuumröhrenkollektoren

Neben dem Projekt in Saudi-Arabien habe ich an der Verbesserung einer Absorptionskältemaschine im Studium geforscht. Hier konnte ich so richtig basteln, viele Versuchsreihen durchlaufen lassen, die Steuerung programmieren und immer wieder Umbauten an der Maschine vornehmen, um ihren Wirkungsgrad zu erhöhen. Die dabei entstandenen Innovationen waren so gut, dass ich zusammen mit meinen Kollegen ein Patent angemeldet habe. Darauf bin ich natürlich mächtig stolz.

Leider wurde und wird das Forschungsfeld der Absorptionskälte zusammen mit Solarthermie aber eher als Nischentechnologie gehandelt, da Kompressorkältemaschinen kombiniert mit Photovoltaik, durch die mittlerweile unglaublich günstigen PV-Module, der solarthermischen Kälteerzeugung den Rang abgelaufen haben. Nach 2 Jahren als wissenschaftlicher Mitarbeiter Jahren habe ich mich im Winter 2014/2015 dazu entschlossen nach Bonn zu ziehen und in einem Ingenieurbüro anzufangen.

In dem Ingenieurbüro in dem ich seitdem arbeite, werden Engineering-Projekte für große Industriekunden abgewickelt. Als Projektleiter ist meine Aufgabe hier aber deutlich weniger technisch als ich am Anfang erwartet habe.

Eine ganz neue, ganz andere Herausforderung

Als Martin mir von seiner Idee erzählte, sich mit einem Grillanzünder selbstständig zu machen, fand ich das super interessant und auch mutig. Da wollte ich dabei sein! Unser Bandprojekt musste nun erst einmal hinten anstehen, denn es gab viel zu tun! Das Tüfteln am Mokan, immer auch im Hinblick auf die spätere fertigungstechnische Realisierbarkeit, hat viel Spaß gemacht und unsere Kreativität voll gefordert. Gerade weil der Mokan kein hochtechnisches Produkt ist, fasziniert es mich, wie mit einfachen Mitteln und Materialien eine große Wirkung erzielt werden kann!

Seit den ersten Experimentierphasen und der Gründung unseres Startups im Frühjahr 2016 lernen wir jeden Tag etwas Neues. Selbstständigkeit ist nochmal eine ganz eigene Welt. Obwohl ich meinen Job nicht gekündigt habe, so wie Martin und Martin, bin ich froh, ein Teil der Vorreiter UG zu sein und an den Erfahrungen teilzuhaben.

Den Mokan auf den Markt zu bringen war alleine schon eine tolle Erfahrung. Dabei ist er erst der Anfang! Innovative Produkte unter nachhaltigen Kriterien produzieren: Das ist die Kernidee der Vorreiter UG. Wir sind gespannt, was da noch alles entstehen wird.

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