Ökologisch Grillen – Geht das überhaupt?

Immer wieder haben wir uns gefragt, ob Nachhaltigkeit und Grillen miteinander vereinbar sind? Nachdem wir uns intensiv mit dieser Frage auseinandergesetzt haben ist unsere Antwort klar: Ja!

Ausstoß von Treibhausgasen

Wir haben uns verschiedene Faktoren angesehen, die für diese Antwort relevant sind. Zu aller erst ist da natürlich der Grill. Gängig sind Holzkohlegrills, Gasgrills und Elektrogrills. Laut einer Studie des TÜV Rheinland werden bezogen auf die Verwendung eines Holzkohlegrills pro Grillabend circa 2,5 kg CO2 abgegeben. Den größten Anteil daran hat selbstverständlich das Verbrennen der Holzkohle. Außerdem haben die Transportkosten sowie die Herstellung des Grills einen Einfluss auf den CO2 Ausstoß.

Nun ist es aber so, dass ein Baum während seines Wachstums mehr CO2 aufnimmt, als die Herstellung und der Transport der Kohle erzeugen. Wird dieser Umstand in die Rechnung mit einbezogen, werden bei einem Grillabend netto also nur circa 1 kg CO2 ausgestoßen. Ob ein Gas-, Elektro- oder Holzkohlegrill verwendet wird, macht in der Klimabilanz tatsächlich kaum einen Unterschied. Dennoch schneidet der Elektrogrill mit einem etwas geringeren CO2-Wert etwas besser ab als die beiden anderen Modelle.

Alternativen zur Holzkohle

Für das Grillen mit Kohle gibt es inzwischen auch Alternativen zur Holzkohle. Schließlich gibt es viele Grillerinnen und Griller, die auf den besonderen Geschmack, der beim Grillen auf Kohle entsteht nicht verzichten wollen. Zwischenzeitlich sind Kohlebriketts erhältlich, die aus Abfällen der Olivenölherstellung hergestellt werden. Außerdem gibt es inzwischen auch eine ganze Palette an Kohlebriketts, die aus Kokosnussschalen** gewonnen werden. Die Glühdauer ist mit mehr als 2 Stunden durchaus beachtlich und auch das Anzünden geht problemlos. Der ökologische Vorteil ist der, dass Produkte verwendet werden, die sowieso als Abfallprodukt anfallen. Es müssen also keine Bäume zur Kohlegewinnung gefällt werden.

Glühende Kohlen von Olio Bric

Glühende Kohlen aus Olivenkernen

Verpackung Olio Brics

Ökologisch grillen mit Olio Brics**

Wer dennoch gerne mit Holzkohle oder Holzkohlebriketts grillen möchte, der sollte darauf achten, dass die Kohle aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Häufig stammt die Kohle nämlich auch aus der illegalen Waldrodung in Südamerika und Afrika. Für die Klimabilanz am besten geeignet ist Kohle, die vollständig regional gewonnen wird. Dafür empfehlen wir zum Beispiel die Kohle von Profagus**, welche ausschließlich aus heimischen Wäldern gewonnen wird.

Das Grillgut macht den Unterschied!

Interessanter wird es, wenn man betrachtet, welchen Einfluss das Grillgut auf die Ökologie hat. Entsprechend der TÜV-Studie hat der Betrieb des Grills gerade mal einen Anteil von 5% am gesamten Ausstoß von Treibhausgasen. Deutlich relevanter mit einem Anteil von 95% ist das Grillgut selbst. Hier haben umweltbewusste Griller die größte Möglichkeit, Einfluss auf ihren ökologischen Fußabdruck zu nehmen.

Tierische Erzeugnisse, allen voran Rindfleisch und Grillkäse, haben den größten Einfluss auf die Klimabilanz. Den größten Einfluss – und damit eine Reduzierung des Ausstoßes von Kohlenstoffdioxid und Methan um bis zu 20 % – erreicht man, wenn das Grillgut aus regionaler Herstellung stammt. Die beste Auswirkung auf das Klima erreicht man mit gegrilltem Gemüse.

Champignons in Grillpfännchen

Champignons im Grillpfännchen

Neben dem Grillgut gibt es auch weitere Möglichkeiten, am Grill eine umweltfreundliche Figur zu machen. Es gibt zum Beispiel eine ganze Reihe praktisches Zubehör, welches zu einer ziemlichen Müllvermeidung am Grill beiträgt. Diese Gadgets werden wir euch in den kommenden Wochen in unserem Blog vorstellen.

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